Europa zu Gast bei Freunden, Rassisten, Islamisten
n-tv
Wir lassen uns weder die Lust auf Sylt, an Liedern, Weihnachtsmärkten noch der EM der Fußballer (männlich, eventuell divers) nehmen. Das Motto lautet: Augen zu, Rassismus tot. Und auch der "schreckliche Tod von Mannheim" bietet Anlass zu (schlechten) Witzen.
Leute, was für Zeiten, in denen wir leben. Lauter Irre, die die Erde im Großen und im Kleinen zu einem Jammertal machen. Ich könnte heulen, will aber die Hochwassergefahr nicht weiter forcieren. Überall brechen die Dämme, nicht nur entlang der Flüsse. Ich könnte nicht ein, sondern viele Lieder davon singen, wie bekloppt die Welt geworden ist, weiß allerdings nicht so recht, welches noch risikofrei getrillert werden kann, ohne schief angeguckt, in den a-sozialen Medien gebasht zu werden oder gleich auf die Fresse zu kriegen.
Neulich hörte ich im Auto, wo ich bevorzugt die Musik meiner Jugend feiere, das Live-Album "Nocturne" von Siouxsie and the Banshees und sang wie immer "Israel" mit: "We are never on our own - When we're singing, singing - Home, home! - On to Israel" (Wir sind nie allein - Wenn wir singen, singen - Nach Hause, nach Hause! - Auf nach Israel"). Schiebedach offen. Ich hatte Glück. Keine der Uni-Besetzenden und Greta-Anhängenden hat mich gefilmt und als "Unterstützer des Apartheid-Regimes" zum Internet-Hit gemacht, versehen mit Herzchen und "Likes" - eins davon von einer Uni-Präsidentin, die dadurch in die Kritik gerät und dann ganz allein entscheiden durfte, ob sie ihr Amt weiter ausführen will. Lang lebe die Demokratie!
"Ich trete nicht zurück", hat sie mittlerweile verkündet. Jawoll. Während Juden sich sorgen müssen, wo sie überhaupt noch hin und sicher leben können, verspricht die Frau Uni-Präsidentin, an ihren Fehlern zu arbeiten - was wir alle entschieden begrüßen.
Auch nach Tagen sind drei Feuer bei den Waldbränden im Raum Los Angeles noch immer nicht unter Kontrolle. Mehr als 12.000 Häuser liegen schon in Schutt und Asche, die Situation ist weiter gefährlich. Der demokratische Gouverneur Newsom wendet sich an den kommenden US-Präsidenten. Ein Hollywood-Star hat unterdessen Glück.
Das ganz große Chaos bleibt in der Nacht aus. Doch auf der A46 zeigt sich, was Schnee im Verkehr auslösen kann: Weil rund 100 Lkws nicht mehr vor noch zurück können, muss die Strecke in beide Richtungen gesperrt werden. Mit weiteren Schneeschauern und Glätte ist zum Start ins Wochenende neue Gefahr im Anmarsch.