
Umfrage: Berufsschüler fehlen teils häufig im Unterricht
n-tv
Wenn Schülerinnen und Schüler regelmäßig dem Unterricht fernbleiben, kann das schwere Folgen haben. Unklar ist, wie groß das Problem ist. Eine Umfrage gibt nun Hinweise auf das Ausmaß.
Stuttgart (dpa/lsw) - An vielen beruflichen Schulen kommen Schülerinnen und Schüler in bestimmten Bildungsgängen nach Angaben des Berufsschullehrerverbands (BLV) nicht regelmäßig zum Unterricht. Das geht aus einer Umfrage des Verbands unter 230 beruflichen Schulen hervor.
Demnach gaben rund 90 Prozent der befragten Schulen an, dass mindestens ein Drittel der Schülerinnen und Schüler häufig fehle. An etwa 40 Prozent der Schulen kommt sogar nur gut die Hälfte der Schüler regelmäßig zum Unterricht. Befragt wurden die Schulen zur Situation in den Bildungsgängen zur Ausbildungsvorbereitung und bei der Beschulung von Flüchtlingen.
Der Landesvorsitzende des BLV, Thomas Speck, zeigte sich alarmiert. "Die Zahl junger Menschen ohne Berufsausbildung wird so noch weiter steigen, die Hypothek für unsere Gesellschaft ist jetzt schon riesig." Es brauche dringend mehr Unterstützung zur Wiedereingliederung von Jugendlichen in den Schulalltag, so Speck.