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Cannabis-Importe gehen 2024 durch die Decke
n-tv
Seit April 2024 gelten liberalere Regeln im Umgang mit Cannabis in Deutschland. In der Folge steigen die Importe der berauschenden Blüten exorbitant. Experten sind sicher: Grund dafür sind die gelockerten Bestimmungen zur Verschreibung von Medizinalcannabis.
Der Import von Cannabis nach Deutschland für medizinische und wissenschaftliche Zwecke hat im Laufe des Jahres 2024 sprunghaft zugenommen: Die Menge stieg von 8,1 Tonnen im 1. Quartal des Jahres über 11,6 Tonnen im 2. Quartal und 20,7 Tonnen im 3. Quartal auf 31,7 Tonnen im 4. Quartal. Das berichtete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Damit habe sich die Importmenge im 4. Quartal gegenüber dem 1. Quartal fast vervierfacht.
Insgesamt wurden demnach im Gesamtjahr 2024 mehr als 72 Tonnen getrocknete Cannabis-Blüten für medizinische und wissenschaftliche Zwecke eingeführt. Zum Vergleich: In Deutschland selbst produziert wurden für diese Zwecke in dem Zeitraum rund 2,6 Tonnen, wie das BfArM auf Anfrage mitteilte. Diese Jahresmenge sei vor einigen Jahren durch ein Vergabeverfahren für die Dauer von vier Jahren festgelegt worden, hieß es weiter.