
Wie es wäre, in ein Schwarzes Loch zu stürzen?
n-tv
Schwarze Löcher gelten als alles schluckende Ungetüme im All. Die extremen Bedingungen, die die Objekte mit sich bringen, liegen außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft. Ein NASA-Mitarbeiter entwickelt Simulationen, die erstmals zeigen, wie es in einem Schwarzen Loch aussehen könnte.
Die US-Weltraumbehörde NASA hat ein Simulationsvideo veröffentlicht, in dem gezeigt wird, was passieren könnte, wenn man von einem Schwarzen Loch verschluckt wird. Das Szenario wurde von Jeremy Schnittman entwickelt, der als Astrophysiker am Goddard Space Flight Center der NASA arbeitet. Sie beruht auf physikalischen Berechnungen mit riesigen Datenmengen. Das mit Musik unterlegte Video ist vier Minuten lang. In ihm wird für Interessierte aus mehreren Perspektiven erklärt, was man während der imaginären Reise sieht und was dabei passiert.
Schwarze Löcher könnten als Schwerkrafttrichter im All bezeichnet werden. Die Gravitationskräfte der massereichen Objekte sind so stark, dass nicht einmal das Licht diesen Bereich verlassen oder durchlaufen kann. Die äußere Grenze dieses Bereiches wird Ereignishorizont genannt. Weder Informationen noch Strahlung oder Materie kann diesen Ereignishorizont von innen nach außen überschreiten. Die Gravitationskräfte von Schwarzen Löchern sind so stark, dass sie sogar Sterne zerreißen können.
Schnittmans Schwarzes Loch in der Simulation ist vergleichbar mit dem im Zentrum der Milchstraße, das als Sagittarius A* bezeichnet wird. Die Schwerkraft wird mit rund 4,3 Millionen Sonnenmassen angegeben. Der Ereignishorizont umfasst rund 25 Millionen Kilometer, das entspricht rund 17 Prozent des Weges von der Erde zur Sonne.