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Anklage wegen Mordversuchs nach Fenstersturz
n-tv
In der Oberpfalz soll ein Mann seine Ehefrau aus dem Fenster gestürzt haben, weil sie die Trennung wollte. Nach wochenlanger Flucht wurde der Afghane kurz vor dem Betreten eines Flugzeugs gefasst.
Regensburg (dpa/lby) - Nach dem lebensbedrohlichen Fenstersturz einer Frau ist der Ehemann wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll der 48-Jährige im vergangenen August seine Ehefrau in Lappersdorf bei Regensburg aus dem zweiten Stock geworfen haben, weil sie sich von ihm getrennt hatte. Die fünf gemeinsamen Kinder des Paares, damals zwischen 7 und 14 Jahre alt, waren laut der Ermittler bei der Tat in der Wohnung und mussten sich die Tragödie teils mit ansehen.
Dem Ehemann war vor der Tat bereits gerichtlich verboten worden, die Familienwohnung zu betreten. Dennoch ging er laut Anklageschrift zu dem Wohnhaus und verlangte die Versöhnung von seiner getrennt lebenden Ehefrau. Dabei soll er geplant haben, die damals 36-Jährige zu töten, wenn die Frau nicht zustimmt.
Als die Ehefrau erneut auf der Trennung beharrte, soll der Mann das Opfer am Nacken gepackt und mit dem Kopf voraus aus dem Küchenfenster gestoßen haben. Die Frau fiel mehr als fünf Meter tief und schlug auf einem gepflasterten Gehweg auf. Ohne Notoperation wäre die Ehefrau gestorben, berichtete die Staatsanwaltschaft.