
Roms Strandbäder brennen - Warnung oder Racheakt?
n-tv
Sieben Anschläge in einer Woche am Lido di Ostia. Der mutmaßliche Täter hat gestanden, aber die Ermittlungen laufen weiter. Es könnte um die Strandkonzessionen gehen oder die Mafia mit im Spiel sein. Denn auch sie profitiert von der Badesaison.
Alle Jahre wieder kommt in Italien kurz vor Saisonbeginn das Thema Strandbäder auf die Titelseiten. Diesmal ist es der Lido di Ostia, der zu Rom gehörende Küstenstreifen, der für Schlagzeilen gesorgt hat. Am Montagabend vor einer Woche sowie zwei Tage später wurden insgesamt sieben Strandbäder in Brand gesetzt.
Schon Mittwochabend wurde ein 24-jähriger Obdachloser gefasst, der auch gleich zugegeben hat, die Brände gelegt zu haben. Und zwar "aus Langeweile und Frust". Er soll aber etwas konfus gewesen sein, hieß es in den Medien weiter.
Soweit bekannt, haben die Ermittler noch nichts gefunden, was die Aussage des Festgenommenen infrage stellt - jedenfalls nichts Grundlegendes. Ein paar Details während der Vernehmung sollen sie aber etwas stutzig gemacht haben, wie Federico Ruffo ntv.de erzählt.

Ein britisches Spezialschiff mit Castor-Behältern legt im niedersächsischen Nordenham an. An Bord befindet sich der radioaktive Abfall aus wiederaufgearbeiteten Brennelementen deutscher AKW - nach seiner Ankunft soll er in Bayern zwischengelagert werden. Atomgegner drücken seit Tagen ihren Unmut darüber aus.