
Vertiefung in Elbe - Arbeiten an Carolabrücke verzögern sich
n-tv
Ein drei bis vier Meter tiefes Loch in der Elbe verzögert die Abrissvorbereitungen an der Carolabrücke. Es sind zusätzliche Maßnahmen nötig.
Dresden (dpa/sn) - Wegen einer Vertiefung in der Elbe verzögern sich die Vorbereitungen für den Abriss der Carolabrücke. Der sogenannte Kolk - vergleichbar mit einem Schlagloch im Fluss - wurde in der vergangenen Woche entdeckt und ist drei bis vier Meter tief, wie Simone Prüfer, Leiterin des Straßen- und Tiefbauamtes, erläuterte. Genau an dieser Stelle sollten Stützen der Hilfspontons stehen, die den beiden nicht eingestürzten Brückenzügen mehr Stabilität für die weiteren Arbeiten geben sollen.
Statt wie geplant in dieser Woche mit dem Aufbau der Stützkonstruktion zu beginnen, muss nun zunächst der Kolk verfüllt werden. An der für die Arbeiten errichteten Baustraße vom Neustädter Ufer in die Elbe wird außerdem ein Bereich im Wasser freigelegt, um die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren und so die Entstehung neuer Vertiefungen in der Elbe zu vermeiden. Damit die Baufahrzeuge weiterhin passieren können, wird über das entstandene Loch eine Stahlkonstruktion gelegt.
Der Aufbau der vier Schwerlaststützentürme folgt in der kommenden Woche. Die dafür benötigten Pontonteile wurden bereits aus Tschechien angeliefert und liegen am Altstädter Ufer bereit. Von dort aus werden sie in der kommenden Woche mit den Stütztürmen in die Elbe gelassen und unter das Gelenk der beiden noch stehenden Brückenzüge auf der Neustädter Seite gefahren, wie Prüfer erläuterte.

Wie soll die nächste Bundesregierung mit der Türkei umgehen? "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man von der türkischen Regierung eher eine Gegenreaktion erhält, wenn man sie öffentlich angreift", sagt Türkei-Expertin Ellinor Zeino von der Konrad-Adenauer-Stiftung. "Für die aktuell inhaftierten Menschen ist es eventuell hilfreicher, hinter verschlossenen Türen zu sprechen."