
Das sind Putins brutale "Geistersoldaten"
n-tv
Seit mehr als zwei Wochen versucht Russland mit seinem Angriffskrieg, die Ukraine unter Kontrolle zu bekommen. Doch militärisch, da sind sich Experten einig, läuft die Invasion nicht wie geplant. Für die Einnahme von Großstädten soll Putin nun auf brutale Söldner setzen.
Wladimir Putin hat an diesem Freitag im Ukraine-Krieg die nächste Stufe der militärischen Eskalation betreten. Der Kreml-Chef sprach sich für eine Entsendung von freiwilligen Kämpfern zur Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Region Donbass aus. "Wenn Sie sehen, dass es Menschen gibt, die auf freiwilliger Basis, vor allem nicht gegen Geld, kommen und den Menschen helfen wollen, die im Donbass leben - nun, dann muss man ihnen auf halbem Weg entgegenkommen und ihnen helfen, ins Kampfgebiet zu ziehen", befand der Präsident bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates.
Offiziell geht es um 16.000 Menschen aus dem Nahen Osten, die sich laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu gemeldet hätten, um für die "Befreiungsbewegung" der selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk kämpfen zu wollen. Nebenbei legitimierte der russische Präsident mit seinen Sätzen aber auch den Einsatz von russischen Söldner-Einheiten wie der gefürchteten "Wagner-Gruppe", die sich laut Geheimdienstberichten aus den USA und Großbritannien ohnehin schon im Krieg gegen die Ukraine befinden. Dabei bestreitet der Kreml seit jeher jede Zusammenarbeit mit privaten Militärunternehmen. Internationale Experten und Geheimdienste stufen gerade die Wagner-Gruppe als Putins "Geisterarmee" ein.
Ähnlich wie die Truppen des tschetschenischen Radikalisten Ramsan Kadyrow steht auch die Wagner-Gruppe im Ruf, besonders brutal und skrupellos zu sein. Im vergangenen Jahr ging ein (schon älteres) Video viral, das die Folter und Enthauptung eines Mannes in Syrien durch die russischen Söldner zeigt. Welche Rolle die Männer des privaten Unternehmens in der Ukraine einnehmen sollen, darüber gibt es verschiedene Theorien. So könnten laut der britischen "Times" bis zu 400 Kämpfer als "Killer-Kommando" eingesetzt werden, um Präsident Wolodymyr Selenskyj, dessen Familie, die Klitschko-Brüder Vitali (Bürgermeister der Hauptstadt Kiew) und Wladimir sowie andere wichtige Politiker zu töten.

Bei einer Pressekonferenz sagt Russlands Präsident Wladimir Putin, mit der Einstellung der Kampfhandlungen einverstanden zu sein, stellt allerdings Bedingungen. Zum Beispiel müsse vor einer Waffenruhe geklärt sein, ob die ukrainischen Soldaten in Kursk ihre Waffen niederlegten und kapitulierten. Zudem müsse eine Waffenruhe "zu einem dauerhaften Frieden führen und die tiefer liegenden Ursachen dieser Krise angehen", meint Putin. Diese Ursachen sieht Russland nicht in seinem Angriffskrieg, sondern in der Fähigkeit der Ukraine, sich selbst zu verteidigen und seine Existenz aufrechtzuerhalten. Von den seit über drei Jahren formulierten Maximalforderungen des Kreml, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Ende der Ukraine bedeuten würden, rückt Putin weiterhin nicht ab. Die Reaktionen auf den Plattformen X und Bluesky:

Das BSW scheitert knapp am Einzug in den Bundestag. Die Partei macht mehrere Zählfehler geltend und klagt in Karlsruhe. Die Bundesverfassungsrichter weisen die Anträge allesamt ab. Im Kern urteilt es, dass das Wahlprüfungsverfahren nicht angetastet wird. Dies sieht rechtliche Schritte zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Sie hatten sich doch längst verabschiedet, nun sind sie wieder da: Der ganze alte Bundestag kommt in Berlin zusammen, um über die Schuldenpläne von Union und SPD zu diskutieren. Im Zentrum des Geschehens: die Grünen. Um deren Zustimmung werben die kommenden Regierungsparteien. Doch die zieren sich genüsslich.