!["Wer hat, der gibt": Leipzig Schauplatz bei Aktionstag](https://bilder1.n-tv.de/img/Bilder_dpa_Import/crop20889896/728132334-cImg_16_9-w1200/dpa-Regio-Dummy-Sachsen.jpg)
"Wer hat, der gibt": Leipzig Schauplatz bei Aktionstag
n-tv
Leipzig (dpa/sn) - Etwa 300 Menschen haben sich am Samstag in Leipzig am bundesweiten Aktionstag für eine größere Verteilung des Reichtums in der Gesellschaft beteiligt. Die Aktion "Wer hat, der gibt" war für mehr als 20 deutsche Städte angekündigt worden. Für die Demonstration in der Leipziger Innenstadt waren 500 Teilnehmer angemeldet worden.
"Wir streiten für die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer ebenso wie für die Erhöhung des Spitzensteuersatzes und eine effektive Besteuerung großer Erbschaften", bekräftigen die Organisatoren ihr Anliegen und nahmen dabei auch Bezug auf die aktuelle Situation. Die Corona-Pandemie habe enorme Kosten für die öffentlichen Haushalte verursacht und viele Menschen an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz getrieben. "Die soziale Ungleichheit ist in unserem Wirtschaftssystem vorprogrammiert: Die Reichen werden durch unsere Arbeit immer reicher. Wir erwirtschaften ihr Vermögen in Fabriken und Büros, die ihnen gehören", hieß es unter anderem. Gleichzeitig leide die Gesellschaft unter einem "zusammengekürzten Gemeinwohl" mit kaputten Straßen, baufälligen Schulen und einer krisenanfälligen Gesundheitsversorgung.![](/newspic/picid-2921044-20250216093307.jpg)
Am Abend gibt es die erste Viererrunde von Kanzlerkandidaten in der deutschen Fernsehgeschichte: In der Redeschlacht trifft Amtsinhaber Olaf Scholz von der SPD auf seinen Herausforderer von der Union, Friedrich Merz. Vervollständigt wird das sogenannte Quadrell von den Kanzlerkandidaten der Grünen und der AfD, Robert Habeck und Alice Weidel. Insbesondere die Themen Wirtschaft und Migration dürften bei dem politischen Schlagabtausch kontrovers diskutiert werden.