
Rubens-Skizze wieder in Gothaer Stiftungssammlung
n-tv
Die Friedenstein Stiftung versucht, ihre vielen durch den Zweiten Weltkrieg abhanden gekommenen Sammlungsobjekte wieder nach Gotha zu holen. Nun ist eine bedeutende Skizze zurück.
Gotha (dpa/th) - Eine Ölskizze des flämischen Malers Peter Paul Rubens ist nun wieder Teil der Sammlung der Friedenstein Stiftung in Gotha. Mit dem 1621 gefertigten Werk "Der Heilige Gregorius von Nazianz" sei ein "Herzstück der Gemäldesammlung" zurück auf Schloss Friedenstein, teilte die Stiftung am Mittwoch mit.
Die Skizze gehört den Angaben nach zu einer Serie, die Rubens (1577-1640) als Vorlage für Deckenmalereien in einer Kirche in Antwerpen anfertigte. Durch ein Feuer wurden die Malereien zerstört, deshalb seien die fünf Skizzen der Serie von großer Bedeutung.
Die Serie befand sich in Teilen ab dem frühen 18. Jahrhundert in der Sammlung, für die heute die Stiftung verantwortlich ist. Die fünf Bilder gingen allerdings im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg verloren. Zwei Skizzen wurden nach Einmarsch der Roten Armee in die Sowjetunion gebracht. Diese wurden aber zurückerstattet und sind seit 1958 wieder in Gotha. Die drei anderen Skizzen waren dagegen 1945 unrechtmäßig aus der Sammlung entnommen und verkauft worden, wie es hieß.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert nun schon mehr als drei Jahre an. Strenge Sanktionen sollen eigentlich verhindern, dass westliche Unternehmen Produkte nach Russland liefern und so die Armee des Kremls unterstützen. Doch häufig werden sie erst spät oder gar nicht verhängt. So wird die russische Rüstungsindustrie - ob direkt oder über Zwischenhändler - weiterhin von Unternehmen aus dem Westen beliefert. Eine neue Recherche des unabhängigen belarussischen Exil-Mediums Zerkalo.io zeigt, wie ein deutsches Unternehmen über Jahre hinweg ungehindert Bauteile an ein belarussisches Werk liefern konnte, das wiederum die russische Armee beliefert. Der Artikel zeichnet nach, wie die Sanktionslücken noch bis ins laufende Jahr die russische Aufrüstung mit deutscher Hochtechnologie ermöglichten. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion erscheint die Recherche nun auch bei ntv.de.