
FPÖ und Kommunisten bei Landtagswahl in Salzburg mit deutlichen Zugewinnen
Die Welt
Im österreichischen Bundesland Salzburg haben die Bürger ein neues Landesparlament gewählt. Zugewinne erhielten die politischen Ränder: Die FPÖ erreichte den zweiten Platz hinter der ÖVP. Erstmals seit 1945 ziehen die Kommunisten wieder ins Parlament ein.
Bei der Landtagswahl im österreichischen Bundesland Salzburg haben die Freiheitliche Partei (FPÖ) und die Kommunisten (KPÖ) deutliche Zugewinne verzeichnet.Die FPÖ steigerte sich laut dem vorläufigen Endergebnis um 6,9 Prozentpunkte auf 25,7 Prozent. Sie holte damit stark zur konservativen ÖVP von Ministerpräsident Wilfried Haslauer auf, die den Spitzenplatz sichern konnte, aber um 7,4 Prozentpunkte auf 30,4 Prozent abrutschte.
Die bürgernah auftretenden Kommunisten (KPÖ) ziehen mit mehr als 11,7 Prozent der Stimmen erstmals seit 1945 wieder in das Salzburger Landesparlament ein. Die KPÖ-Kandidaten hatten angekündigt, in diesem Fall einen Teil ihrer Politikergehälter zu spenden. Das Ergebnis sei ein „Warnsignal an die etablierten Parteien“, dass sie sich um zu hohe Wohnkosten und Armut kümmern müssten, sagte Spitzenkandidat Kay-Michael Dankl.