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Anleger stürzen sich auf Deutsche-Wohnen-Papiere
n-tv
Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will den Konkurrenten Deutsche Wohnen komplett übernehmen. Die Bochumer halten bereits 87 Prozent der Aktien der Berliner. Nun greifen sie nach dem Rest. Eine Bank errechnet einen Wert von 31 Euro. Anleger stürmen den Markt.
Pläne des größten deutschen Immobilienkonzerns Vonovia, den Griff um die Tochter Deutsche Wohnen zu festigen und zusätzliche Aktien übernehmen zu wollen, sorgen für einen Kurssprung bei dem Berliner Unternehmen. Deutsche-Wohnen-Aktien legten um bis zu knapp 25 Prozent auf 28,20 Euro zu, der höchste Stand seit mehr als zwei Jahren. Mehrheitseigner Vonovia hatte am Vorabend angekündigt, die Deutsche Wohnen enger an sich binden und weitere Aktien übernehmen zu wollen. Dafür steht bei dem Bochumer Unternehmen auch eine Kapitalerhöhung ins Haus.
Beide Konzerne hätten sich darauf verständigt, Gespräche über den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags für die Deutsche Wohnen aufzunehmen, hatte Vonovia erklärt. In dem Vertrag soll den außenstehenden Aktionären der Deutsche Wohnen von Vonovia ein Angebot auf Erwerb ihrer Anteilsscheine gemacht werden. Das Bankhaus Baader kommt in einer Modellrechnung auf einen fairen Wert von 31 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie. Dafür dürfte auch eine Kapitalerhöhung bei Vonovia fällig werden - denn die Deutsche-Wohnen-Anteilseigner sollen mit neu auszugebenden Aktien von Vonovia abgefunden werden. Zudem soll ihnen für die Dauer des Vertrags eine jährliche Ausgleichszahlung gewährt werden.
Die endgültige Gestaltung der Abfindungen stehe noch aus. Der Bochumer Konzern erwarte, dass außerordentliche Hauptversammlungen von Vonovia und Deutsche Wohnen im Dezember 2024 über den Vertrag entscheiden werden. Vonovia hatte 2021 die Mehrheit an dem vor allem in Berlin aktiven Konkurrenten übernommen. Der Bochumer Konzern kontrolliert bereits über 87 Prozent der Aktien der Deutsche Wohnen und will nun mehr.