
Abnehmspritzen verhindern Herzinfarkte und Schlaganfälle
n-tv
Noch immer sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nummer eins. Doch der Wirkstoff Semaglutid, der zur Gewichtsreduktion gespritzt wird, könnte auch das Herz schützen, egal, wie viel jemand wiegt oder abnimmt.
Die Verwendung von Semaglutid zur Gewichtsreduktion hat zusätzlich schützende Wirkungen auf das Herz und die Gefäße von Personen ohne Diabetes. Der Wirkstoff kann das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu bekommen, verringern. Das haben Forschende vom University College London herausgefunden. Der Effekt trete unabhängig vom Ausgangsgewicht oder der Zahl der Kilogramm auf, die Personen während der Behandlung mit Semaglutid an Gewicht verlieren, schreibt das Team um John Deanfield zu seinen Ergebnissen, die im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurden.
Für die Untersuchung nutzte das Forschungsteam die Daten der Select-Studie des Ozempic-Herstellers Novo Nordisk. Es identifizierte daraus insgesamt 17.604 Erwachsene im Alter ab 45 Jahren aus 41 Ländern, die zu Beginn der Studie einen Body-Mass-Index (BMI) von 27 oder höher aufwiesen und bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erlitten hatten. Alle Studienteilnehmenden hatten weder Diabetes Typ 1 noch Typ 2. Die Probanden und Probandinnen erhielten wöchentlich eine 2,4-Milligramm-Dosis Semaglutid oder ein Placebo über mehrere Monate hinweg.
Bei der Auswertung war zu sehen: Von den 8803 Patienten und Patientinnen in der Semaglutid-Gruppe erlitten 569, also 6,5 Prozent, ein sogenanntes kardiovaskuläres Ereignis wie beispielsweise einen Herzinfarkt. Im Vergleich dazu waren in der Placebo-Gruppe 8 Prozent der 8801 Teilnehmenden von so einem Ereignis betroffen. Die Daten wurden nach insgesamt 48 Monaten erhoben und zeigen, dass der Wirkstoff über die Gewichtsreduktion hinaus wirkt.

Disorazol Z1 ist ein Naturstoff, der normalerweise von Bakterien produziert wird. Er kann das Wachstum von Zellen verhindern und diese auch zerstören. Daher wird er bereits seit Längerem als mögliches Antikrebsmittel untersucht. Jetzt konnten Magdeburger Chemiker erstmals den Wirkstoff im Labor nachbauen.