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"Bridget Jones führt mit Liebe und Chaos"
n-tv
Vor 24 Jahren stolperte Bridget Jones (gespielt von Renée Zellweger) erstmals mit Tagebuch, Chardonnay, jeder Menge Liebeschaos und noch mehr Zigaretten in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Die charmante, tollpatschige Londonerin wurde zur Kultfigur einer ganzen Generation und prägt das Genre der romantischen Komödie bis heute. Seitdem hat sich vieles verändert - besonders für Bridget. Nachdem sie am Ende von "Schokolade zum Frühstück" in Marc Darcy endlich ihren Mann fürs Leben gefunden hatte, und die Beziehung mit ihm in zwei weiteren Filmen weiter gefestigt und durch zwei gemeinsame Kinder vervollständigt wurde, sieht ihr Leben in "Verrückt nach ihm" plötzlich ganz anders aus: Marc Darcy ist tot, Bridget Jones ist alleinerziehende Mutter.
Einer der kreativen Köpfe hinter dem mutmaßlich letzten "Bridget Jones"-Film ist Regisseur Michael Morris. Der gebürtige Brite machte sich zunächst als Theaterregisseur einen Namen, bevor er erfolgreich ins Fernsehen und Kino wechselte. Mit gefeierten Serien wie "Better Call Saul" und dem preisgekrönten Film "To Leslie" hat er unlängst sein Gespür für starke Figuren und emotionale Tiefe bewiesen. Nun bringt er seine Erfahrung und sein Feingefühl erstmals in die Welt der romantischen Komödie ein. Im Interview mit ntv.de spricht der 51-jährige Morris über seine persönliche Verbindung zur Protagonistin, die Herausforderungen bei der Rückkehr einer Ikone und seinen ersten Versuch in der Welt der Rom-Coms.
ntv.de: Die Entscheidung der "Bridget Jones"-Autorin Helen Fieldings, mit Marc Darcy eine der Hauptfiguren der Buch- und somit auch Filmreihe sterben zu lassen, ist mutig. Trotzdem funktioniert das Franchise ohne die beiden als Paar im Zentrum der Handlung. Wie erklärst du dir das?
Michael Morris: Das ist eine gute Frage, denn wie oft kann man schon sagen, dass man ein wirklich ikonisches Bildschirmpaar geschaffen hat? Wenn man also die Hälfte eines solchen ikonischen Duos wegnimmt, gibt es im Internet eine Welle der Empörung. Ich verstehe das, mir ging es genauso. Aber wenn ich es fühle und du es fühlst, ist das interessant: So beginnen wir den Film schon mit einer gewissen Spannung und die ermöglicht es uns, die Geschichte des Lebens nach einem so großen Ereignis zu erzählen, vor dem man nicht einfach die Augen verschließen und es durchleben kann. Irgendwann wird man sich damit auseinandersetzen müssen. Und das ist die Geschichte des Films. Der Film musste etwas Grundlegendes entfernen, das war der einzige Weg, um wirklich zu vermitteln, was auf dem Spiel steht - nicht nur komisch, sondern auch emotional -, wenn man einen großen Verlust hinter sich lässt.
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Juhu! Die 18. Let's Dance-Staffel ist gestartet! Unsere 14 Promis kommen schon jetzt gewaltig ins Schwitzen! Zwischen Jive-Zusammenbrüchen, Schnappatmung und Quickstep-Pannen ist alles dabei! Doch ganz besonders für Profitänzerin Malika wird es noch einmal emotional - Tränen inklusive! So war die große Kennenlernshow!